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Die Geschichte von PowerPoint

Vorgeschichte

Ende der 1970er Jahre - eine Zeit in der Tageslichtprojektoren die dominierende Präsentationstechnik darstellten, Computer mit Farbdarstellung für die meisten Menschen noch außer Reichweite stand, Präsentationen von Konzepten mit grafischer Untermalung äußerst kostspielig sein konnten und in Ihren Darstellungsmöglichkeiten, wenn es denn in den digitalen Bereich gehen sollte, doch sehr schnell an ihre Grenzen stießen. Zu dieser Zeit befassten sich gleich mehrere „Pioniere“ mit der Entwicklung von neuen, kommerziell nutzbaren digitalen Präsentationstechniken, die endlich eine Einheit und weitgehende Unabhängigkeit gebieten sollte.

Tageslichtprojektor

Klassiker: Der Tageslichtprojektor

In den frühen 1970er Jahren beauftragte die U.S. Raumfahrtbehörde N.A.S.A. das Unternehmen General Electric Corporation ein EDV-System zu entwickeln, dass hochauflösende Grafiken für einen Flugsimulator (Space-Shuttle Simulator) erstellen und verarbeiten konnte. Das Projekt wurde erfolgreich realisiert und setzte neue technische Maßstäbe. Etwa 12 Jahre später gliederte General Electric einen Teil seiner Produktlinie aus und begründete damit die Geburtsstunde einer neuen Firma namens Genigraphics.

Seit Mitte 1982 entwickelte Genigraphics, nahezu im kommerziellen Alleingang, Gestaltungs- & Darstellungsmöglichkeiten für die Softwareindustrie, Forschungseinrichtungen, Universitäten, für die Unterhaltungsindustrie und branchenspezifischen Präsentationen. Auf dem Höhepunkt seiner Unternehmung beschäftigte Genigraphics rund 300 Mitarbeiter in 24 Geschäftsstellen weltweit.

1986 veröffentlichte Harvard Graphics Inc. eine der ersten kommerziell verfügbaren Präsentationssoftware (Diagramme, Grafiken und Text aus einem Programm) unter dem Namen Harvard Presentation Graphics für DOS basierte Computer (Disk Operating System). Ende der 1980er Jahre behauptete sich Harvard Presentation Graphics durch einen Marktanteil von über 70% als die führende Präsentationssoftware, wenngleich auf einem noch relativ überschaubaren Marktsegment.

Zurück in die Mitte-80er: Ein noch junges Unternehmen namens Forethought Inc. aus dem U.S.- amerikanischen Sunnyvale (Kalifornien), beschäftigte sich intensiv mit der Entwicklung und Veröffentlichung einer neuen Präsentationssoftware, die Geschichte schreiben sollte.
Die Herausforderung bestand in der Schaffung eines WYSIWYG Editors (What You See Is What You Get), welcher dem Präsentator weitgehende Freiheit, mehr Effizienz und neue Unabhängigkeit in der individuellen Gestaltung und Strukturierung seiner Computer-generierten Präsentation ermöglichen sollte. Zu jenen Freiheiten zählten Diagrammgrafikdarstellung, organisatorische Charts, Typesets und Gestaltungswerkzeuge um die eigene Firmenidentität in einer Präsentation visualisieren zu können (Form, Farbe, Logointegration).

Die Unabhängigkeit sollte aus den technischen Möglichkeiten der Gestaltungsfreiheit resultieren - ein vielversprechendes Konzept und zudem noch sehr effizient: Alle Funktionen und das Endprodukt (die Präsentation) wurden in einer einzigen Anwender-Datei erzeugt und gespeichert. Jederzeit direkt abänderbar und ohne zusätzlichen Support von Büro-Services oder relativ teuren Gestaltungskünstlern a la Genigraphics.

Während 1984 gerade mal 14% der vorhandenen Firmen-PCs für Business-Präsentationen Verwendung fanden, prognostizierte Forethought Inc. bereits 1986 in einem internen Konzept-Papier ein Wachstum auf bis zu 52% für das Jahr 1989.

Geburtsstunde 1987 - Say Hello to PowerPoint 1.0

PowerPoint 1.0 Box Shot

Im April 1987 präsentierten die Softwareentwickler Bob Gaskins und Dennis Austin ihre Variante einer Präsentationssoftware und tauften sie auf den Namen „PowerPoint“ (zuvor als „Presenter“ bezeichnet). Nur wenige Monate später, im August desselben Jahres, übernahm Microsoft für etwa 14 Millionen US-Dollar Forethought Inc. Microsoft erkannte das enorme Wachstumspotential des Konzeptes „PowerPoint“ und sicherte sich durch die Übernahme/ Integration auch die Rechte an der Vermarktung und Weiterentwicklung der Präsentationssoftware.

PowerPoint 1.0 Interface

Interface Design von PowerPoint 1.0

Die 1.0-Version wurde in der Programmiersprache „Pascal“ geschrieben und erschien erstmals für den Apple Macintosh Computer mit 512k RAM Arbeitsspeicher. Nach Jahren der Vorbereitung, Planung und Entwicklung dürfte das Team um PowerPoint mit großen Erwartungen auf die Resonanz der Kundschaft im ersten Verkaufsjahr geblickt haben. Aller Anfang war schwer und mit nur mäßigen Absatzzahlen konnte dieses schließlich abgeschlossen werden.

Dennoch schienen Microsofts GBU-Manager (Graphic Business Unit) von dem Erfolg des Konzepts einer interaktiven Folienpräsentationssoftware überzeugt zu sein. Bereits im Mai 1988 wurde der breiten Öffentlichkeit PowerPoint 2.0 (für Mac System 4.1 in Farbe) präsentiert. Der Erfolg sollte ihnen später Recht geben.

Mehr Farbe bitte! - PowerPoint 2

PowerPoint 2 Interface

Charts in Farbe

...erstmals auch für Windows
In Zusammenarbeit mit der Firma Genigraphics, welche zu diesem Zeitpunkt über ein wahrscheinlich konkurrenzloses know-how in der grafischen Business-Präsentationstechnik besaß, erschien PowerPoint 2.0 mit neuen Funktionen, wie beispielsweise erweiterter Farbdarstellung und benutzerdefinierbaren Farbschemata. Anstatt einer standardisierten 256 Farbenpallette bestand von nun an die Möglichkeit etwa 16 Millionen Farbwerte durch benutzerdefinierte Auswahl zu kreieren. Hinzu kamen nützliche Features, wie eine Rechtschreibprüfung oder die „Find & Replace“ Funktion.

PowerPoint 2.0 Box Shot

PowerPoint für Mac & PC

Zwei Jahre vergingen bis die Epoche für PowerPoint unter Microsofts Betriebssystem Windows eingeläutet werden sollte. Im Mai 1990 erschien nun erstmals Win PowerPoint 2.0 für Windows 3.0. Mit weiteren Funktionen bestückt (z.B. Bullet-Points, Mac Share, Harvard-Graphics Export, Objekte an Hilfslinien ausrichten usw.) konnten durch die Markteinführung unter Windows 3.0 deutlich gesteigerte Umsatzraten verbucht werden.

Drei Weltpremieren: PowerPoint 3

Hotel Regina

Tatort Weltpremiere (©regina-hotel.com)

PowerPoint 3 auf Laptop und mit Videowiedergabe
Knappe zwei Jahre später, am 25. Februar 1992 im schickem Pariser Hotel "Regina", präsentierte Bob Gaskins (1987 – 1993 Direktor & General Manager der GBU von Microsoft) erstmals vor Hunderten von Microsoft-Mitarbeitern PowerPoint Version 3.0 (Alpha 1) auf einem Laptop. Das bis dato noch unveröffentlichte Windows 3.1 diente als ausführendes Betriebssystem und auch der extra aus den USA eingeflogene Laptop war eine seltene Vorproduktion des Herstellers Texas Instruments, ausgestattet mit einem 640x480 Pixel auflösendem Farbdisplay.

Für Microsofts zahlende Kundschaft erschien Powerpoint 3.0 dann im Mai 1992 für das Betriebssystem Windows 3.1. Es wurde mehr Gewicht auf weitere Neuerungen in puncto Animation und Interface Usability gelegt. Wenige Monate darauf, im September/Oktober 1992 erschien Powerpoint 3.0 auch für den Apple Macintosh (System 7). Durch Unterstützung von OLE Technologien (object linking and embedding) wurde dem Anwender ermöglicht, einfach via „copy“ und „paste“ Objekte und Komponenten von Word, Excel und einigen anderen Anwendungen direkt in PowerPoint einzufügen.

PowerPoint 3.0 Box Shot

Mit neuen Zeichenwerkzeuge, 24 zusätzlichen Free Form Shapes und vor allem der Möglichkeit einer Video- und Soundwiedergabe hob Microsoft seinen Präsentions-Liebling auf ein neues Level der digitalen Präsentationsvielfalt.

PowerPoints Mit-Gründer und Mann der ersten Stunde, Bob Gaskins, bezeichnete die Zusammenfassung der ersten drei PowerPoint Versionen als die grundlegende Basis in der Produktfunktionalität, die in nachfolgenden Versionen weiter verfeinert werden sollte.

Obwohl seit 1992/93 Laptops mit Farbdisplays für viele Business Präsentationen rasche Verbreitung fanden, gestaltete sich das Präsentieren mit PowerPoint 3.0, Video-Projektor und verbundener Filmwiedergabe oftmals als äußerst kostspielig – nicht zuletzt wegen dem teuren Profi-Equipment und dazugehöriger Support-Crew. Dennoch waren die Weichen gelegt und diese neue Kombination der Präsentationstechnik sollte sich in den Folgejahren in gewinnbringender Popularität bestätigt sehen. Denn schon bereits Ende´92 entwickelte sich die Präsentationssoftware PowerPoint zu einer der profitabelsten Produkteinheiten Microsofts.

PowerPoint 4 - Priorität bald auf Windows User?

PowerPoint 4.0 Box Shot

Im Februar 1994 wurde PowerPoint 4.0 mit voller OLE2.0 (Object Linking and Embedding) für den 386 PC unter Windows 3.1 eingeführt. Zu weiteren Funktionen gesellten sich auch einige unscheinbare Neuerungen hinzu: Folien/Slides konnten von nun an ausgeblendet werden (Hidden Slides), ohne diese aus einer Präsentation zuvor entfernen zu müssen. Eine Palette vordefinierter Layouts sparte Zeit und ermöglichte dem Anwender inhaltsspezifische Slides in nur wenigen Arbeitsschritten zu erstellen.

Screenshot des Auto-Content Wizards

Komfortabel: Pre-Layouts & Auto Content Wizard

Das Präsentieren mit PowerPoint 4.0 wurde für User, speziell von Microsoft Office einfacher gestaltet. Denn Charts, Objekttypen und Werkzeuge wurden „plattformübergreifend“ vereinheitlicht. Wer also bereits mit der Benutzeroberfläche der Programme Word oder Excel vertraut war, dem dürfte das arbeiten mit PowerPoint 4.0 im Office-Look leichter den je gefallen sein. Der neue "Auto-Content Wizard" ermöglichte zudem deutlich komfortableres arbeiten.

Fast Viermillionen Menschen nutzen mittlerweile PowerPoint für ihre Vorträge und Präsentationen. Die Marktführung auf dem Präsentationssoftware-Sektor zeichnete sich nun mehr für Microsoft deutlich ab. Im September 1994 erschien PowerPoint 4.0 nun auch für den Apple Macintosh (System 7) mit mindestens 8 MB verfügbaren Arbeitsspeicher. Für MAC-Anwender sollte es die letzte Veröffentlichung einer PowerPoint Vollversion für die nächsten 40 Monate sein…

Mehr Animation und erstmals VBA in PowerPoint

PowerPoint 95 Box Shot

Fünfundneunzig steht für Sieben: PowerPoint 95
Immer mehr verdeutlichte sich der Trend hin zu digitalen Geschäfts-Präsentationen. Sie waren auf dem ersten Blick zwar nicht immer kosteneffizienter, dafür aber zeitgemäß und zukunftsweisend: inhaltliche Änderungen konnten beispielsweise buchstäblich in letzter Minute vorgenommen werden und die Aufmerksamkeit der Zuhörer wurde nicht selten durch, für damalige Verhältnisse, ansehnliche Animationen gesteigert.

Gekoppelt an die Markteinführung von Microsoft Office 95 erschien PowerPoint 95 (Version 7.0) im August 1995, neu geschrieben in der Programmiersprache C++ (Visual C++ System). Microsoft änderte von nun an die Namensgebung neu erscheinender PowerPoint Versionen: Anstatt einer Versionsnummer zierten nun Jahreszahlen die Verkaufsverpackung in den Regalen der Händler.

Powerpoint 95 bot eine verbesserte Usability/ Benutzerfreundlichkeit der Bedienfläche sowie eine verfeinerte Menüoberfläche für benutzerdefinierte Vorgänge und bessere Animationsmöglichkeiten. So bot sich dem ambitionierten Animator die Möglichkeit, Objekte innerhalb einer Präsentation eigens zu bewegen. Zudem wurde In PowerPoint 95 die Animationseffekte-Symbolleiste eingeführt. Mit den Schaltflächen auf dieser Symbolleiste konnten Text und Objekte animieren werden.

Eine weitere neue Funktion in PowerPoint 95 war der „Meeting Minder“, dessen Aufgabe darin bestand angelegte Notizen, Termine und Maßnahmen innerhalb eines zeitlich definierten Rahmens automatisch Aufrufen zu lassen.

Erstmals gab es eine Visual Basic (VBA) Unterstützung unter dem Betriebssystem Windows 95 für PowerPoint 95. Anwender mit dem nötigen Hintergrundwissen konnten mit Hilfe dieser objektorientierten Programmiersprache Erweiterungsmodule (Add-Ins) erstellen um die Funktionen der Standardsoftware optional mit eigenen Befehlen und Features zu erweitern. In den Folgejahren wurden zahlreiche nützliche Add-Ins mit Visual Basic erstellt und veröffentlicht. Nicht selten fanden solche Add-Ins auch Ihre Verwendung in der Behebung von Kompatibilitätsproblemen zwischen alten und neuen PowerPoint Versionen.

Mehr Individualisierung bedeutet...

PowerPoint 97 - Makro-Optionen

Makro-Optionen im PowerPoint Menü

...mehr Tüftlerfreiheit: Powerpoint 97
Im Jahr 1997 erreichte Microsoft mit PowerPoint 97 die absolute Marktführung in Puncto Präsentationssoftware. PowerPoint 97 verfügte über eine robuste Programmierumgebung, die das Programm als eines der damals besten Präsentationspakete für individuelle Problemlösungen darstellte. Auch „ActiveX“-Steuerelemente konnten in Präsentationen genutzt werden, um Beispielsweise einen Fragebogen mit anklickbaren Kontrollkästchen zu ermöglichen. Die daraus gewonnenen Informationen konnten zu einem späteren Zeitpunkt analysiert werden.

Seit der VBA-Unterstützung in der Vorgängerversion (PowerPoint 95 für Windows) war es von nun an auch möglich, anwenderspezifische Funktionen bzw. Merkmale zu erstellen, die eine Erweiterung der Menü- und Symbolleisten von PowerPoint 97 gewährleisteten. Dadurch konnte die Funktionalität von PowerPoint 97 noch weiter den individuellen Bedürfnissen verbessert angepasst werden.

PowerPoint 97 Box Shot

Mit stätiger Ausbreitung des Internet, welches seit 1993 quasi für Jedermann zugänglich ist, Live-Time-Konferenzen und neuen medialen Präsentationsansprüchen sah sich das Entwicklerteam rund um Microsoft PowerPoint neuen Herausforderungen gegenüber.

Eine Präsentation konnte von nun an als HTML-Format (Hypertext Markup Language) direkt konvertiert werden um eine Publizierung als Internetseite vorzubereiten. Ergänzend dazu bestand auch die Möglichkeit, Präsentationen als PowerPoint Animationsdatei abzuspeichern und diese mit einem PowerPoint Animation Player in Form einer kostenlosen Browsererweiterung in Internetseiten einzubinden und wiederzugeben.

Mit PowerPoint 97 wurden die Möglichkeiten für Multimedia Präsentationen nicht nur deutlich erweitert sondern zukunftweisend unterstrichen: Sound Synchronisation, erweiterte Animationsmöglichkeiten und der Bezug zum WWW-Publishing trafen den Puls der Zeit. Nach einer etwa 40-monatigen Durststrecke meldete sich PowerPoint mit seiner Macintosh-Ausführung (16 MB empfohlener Arbeitsspeicher) im Jahr 1998 (Mac PowerPoint 98) auch endlich wieder an die Apple-Gemeinde zurück.

Endlich Tabellen! "GIF" me more. PowerPoint 2000

PowerPoint 2000 Box Shot

Rechtzeitig vor dem Millenium-Jahr, im Sommer 1999 veröffentlichte Microsoft seine PowerPoint 2000- Version, optimiert für PCs mit mindestens 16 bis 32 MB und einem 75 MHz Prozessor. Einer der großen Unterschiede zu allen bisherigen PPT-Vorgängerversionen stellte die Aufteilung der neuen Arbeitsoberfläche dar: Fünf feste Hauptbereiche standen dem Anwender von nun an für die Bearbeitung seiner Präsentationen zur Verfügung.

Ein weiteres wichtiges Feature in PowerPoint 2000 war die Einführung von „echten“ Tabellen (Tables). Inhalte konnten in Tabellen gegliedert und mit vielen nützlichen Funktionen bearbeitet werden, ebenso wie die Tabelle an sich selbst. Zudem konnten erstmals unter Win-& Mac-PowerPoint animierte GIF-Grafiken innerhalb eines Präsentationsmodus dargestellt werden

Leider bot PowerPoint 2000 keinen direkten Shockwave Support (Flash Animationen), um beispielsweise besondere Animations & Design-Möglichkeiten darzustellen. Die Einbindung war nur mittels VBA-Befehlen (Visual Basic for Applications unter Windows) möglich.

Eine gut gemeinte Funktion war das neue Präsentations-Broadcasting, daß allerdings nur für PowerPoint unter Microsoft Windows erschien. Es sollte effizienteres Präsentieren für Menschen an unterschiedlichen Standorten ermöglichen. Über einen Serverlink, der meist via Email- Einladung versendet wurde, konnten sich entsprechende Personen einloggen und die Präsentation während des Konferenz-Meetings ansehen. Dabei wurden Reisekosten gespart und durch die „Zusammenarbeitsfunktion“ auch Produktivität gesteigert. Wahrscheinlich dürfte der technische Aufwand und die hohe System- Anforderung für viele Anwender zu dieser Zeit ein Hindernis zur schnellen und einfachen Nutzung dargestellt haben.

Im Jahr 2000 erschien PowerPoint 2001 für Apple´s Betriebssystem Mac OS 8.5 mit empfohlenen 48 MB Arbeitsspeicher.

PowerPoint 2002: Mehr Animation!

Beamer ersetzt Tageslichtprojektor

Beamer sind 2002 weit verbreitet

Upgrade wirklich lohnenswert?
Nachdem „Beamer“ (Videoprojektoren) immer mehr Verbreitung fanden und den klassischen Tageslichtprojektor (Hellraumprojektor) abzulösen schienen, gewann PowerPoint mehr an Bedeutung.
Mit der Veröffentlichung von PowerPoint 2002 nahm sich Microsoft genau diese Entwicklung zu Herzen. Denn die Vorteile einer Präsentationssoftware a la PowerPoint bestehen u.a. in den Möglichkeiten der Animationsdarstellung und flexiblen Änderung von Inhalten, die oftmals buchstäblich in letzter Sekunde vollzogen werden müssen.

Mit neuen Funktionen und verbesserter Arbeitsfläche präsentierte sich PowerPoint 2002 (auch als PowerPoint XP bekannt) schließlich Mitte des Jahres 2001 pünktlich als Packet-Bestandteil der Office- XP-Suite der breiten Öffentlichkeit. Etwa ein Jahr später wurde die analoge Mac PowerPoint 10.0 Version mit „Office Mac X“ für den Apple Macintosh eingeführt. Für PowerPoint 2000 Anwender galt es allerdings durchaus abzuwägen, ob sich der Umstieg auf die 2002er Version gemessen an Neuerungen und Verkaufspreis wirklich lohnen würde.

Benutzerdefinierte Animationen in PowerPoint 2002

Benutzerdefinierte Animation: Arbeitsfenster

Die Benutzeroberfläche unterschied sich von PowerPoint 2000 auf den ersten Blick nicht besonders erheblich. Dennoch gab es einige Neurungen, die sich bei genauem Hinsehen auf dem Arbeitsschirm schnell bemerkbar gemacht haben dürften. Hierbei kamen dem PowerPoint-Anwender besonders die neuen Animationsmöglichkeiten zugute. Mit Hilfe von Animationspfaden und einer effektiveren Zeitkontrolle ließen sich von nun an auch relativ aufwändige Animationen erzielen.

Darüber hinaus und eigentlich längst überfällig war die Einführung von multiplen Design-Vorlagen (Masters): Unterschiedliche Masterseiten konnten innerhalb einer Präsentation angelegt und auf gewünschte Folien/ Slides angewendet werden.

Mit Powerpoint 2002 verfeinerte das Entwicklerteam um Microsoft die individuellen Gestaltungs- und Animationsmöglichkeiten ohne weitgehend älteren Versionen (PowerPoint 97 & 2000 unter Windows) die „offene Editierungsmöglichkeit“ zu nehmen.

PowerPoint 2003: Vorstufe zur Revolution?

PowerPoint 2003 Box Shot

Im Jahr 2003 fand PowerPoint 2003 (Version 11.0) mit der Office Suite seine Markteinführung. Zusammenfassend beschrieben konnte mit PowerPoint 2003 vor allem eine Steigerung des Workflows erfolgreich umgesetzt werden: „Autolayouts“, Table-PC Support, „Smarttags“, vordefinierte Animationspfade oder die Wiederherstellungsfunktion nach einem Programmabsturz sind einige erwähnenswerte Schlagwörter.

Durch eine bessere Multimediaunterstützung konnten Anwender Streaming Audio und Streaming Video in Ihre Bildschirmpräsentationen integrieren. Dabei synchronisieren PowerPoint und Windows Media Player gemeinsam die Effekte der Präsentation mit dem richtigen Sound. Zudem unterstützt PowerPoint 2003 eine deutlich größere Anzahl an Medientypen und ermöglichte erstmals die Wiedergabe von Medien im Vollbildmodus.

Sehr praktisch für alle User: das neue „Verpacken für CD“-Feature. Dieses wurde von der „Pack & Go“-Funktion vorheriger PowerPoint Versionen abgeleitet und ermöglicht die einfache „Mobilmachung“ der Präsentation(-en). Die auf der verpackten CD enthaltenen Daten müssen nicht auf dem Ziel-Computer installiert werden, sondern können direkt von einer Autostart-Datei der CD gestartet werden.

Mit der Einführung von Smarttags für Office 2003 erschien dieses zeitsparende Feature auch für PowerPoint 2003. Smarttags sind Schaltflächen, die nur zeitweise Angezeigt werden (z.B. während des Einfügens von Daten in eine Präsentation) und somit Dateitypen identifizieren (z.B. Daten, Namen, Symbole, Emailadressen) um dann eine Aktion für den jeweiligen Dateitypen bereit zu stellen.

Trotz vieler Verbesserungen wurde ein Feature gänzlich gestrichen: Der „Meeting Minder“. Microsoft begründete diesen Schritt u.a. mit Verweis auf die vorhandene Minder-Funktion in Word 2003 und Office OneNote 2003. Die Macintosh Version erschien ein knappes Jahr später als Mac Powerpoint 2004 (Version 11.0)

Neues Gewand - neue Möglichkeiten: PowerPoint 2007

PowerPoint 2007 Box Shot

Um den Jahreswechsel 2006/2007 veröffentlichte Microsoft PowerPoint 2007 für Windows - ein Jahr später folgte PowerPoint 2008 für den Apple Macintosh.

Mit Microsoft Office 2007 wurden die bisher bekannten Formate der Office-Programmfamilie um ein „X“ am Ende des Dateiformates erweitert. Das Standardsuffix „X“ (z.B. PPTX, DOCX) steht für Office Open XML aktivierte Dokumente. Im Falle von PowerPoint 2007 bedeutet diese neuartige Erweiterung kompakte Dateien, die im Einzelfall um bis zu 75% in ihrer Dateigröße komprimiert werden können. Zudem bietet das Office XML-Format eine Vereinfachung von Office- Programmübergreifenden Datenintegrationen und Interoperabilität wie beispielsweise von Geschäftsdaten.

PowerPoint 2007: Mit aufgabenorientierten Tabs

aufgabenorientierte Registerkarten (Tabs)

PowerPoint 2007 präsentiert sich in einem völlig neuen Gewand. Die Benutzeroberfläche wurde radikal verändert um den Anwendern eine intuitive Arbeitsweise besser ermöglichen zu können. Nach aufwändigen Usability-Tests, wurden die vom User am häufigsten genutzten Befehle besonders hervorgehoben.

Daraus resultierend wurden bei der Menüführung Funktionen und Tools aufgabenorientiert in Registerkarten (auch Tabs genannt) kategorisiert.

Als geradezu revolutionär in der Generation der PowerPoint-Familie können die neuen Gestaltungmöglichkeiten angesehen werden: Eine ganze Reihe neuer Layouts, Formate und Effekte wie z.B. Spiegelreflektion bei Grafik, Bild und Schrift sowie dreidimensionale Flächen- und Glanzfüllungen, verleihen einer Präsentation ohne größeren Aufwand ein neues und vielfältiges Erscheinungsbild in Puncto Design-Möglichkeiten. Zudem sind zahlreiche neue Diagramme und Diagrammfunktionen verfügbar.

Leider sind viele der neuen Features nicht mit vorherigen PowerPoint Versionen als offene Daten kompatibel. So werden beispielsweise in PowerPoint 2007 definierte weiche Schattenverläufe in der 2003er-Version auch nur mit den PPT 2003 Standardschattierungen (hart) dargestellt. Auf Schriften, Diagramme, Grafiken, Objekte und Bilder angewandte 2007 spezifische Design-Effekte werden in vorherigen PPT-Versionen als Bitmap-Grafiken umgewandelt. Damit bleibt zwar, grob beschrieben, das Erscheinungsbild erhalten, jedoch verlieren sich jegliche 2007-spezifische Formatierungsmöglichkeit in älteren PowerPoint Versionen.

Einen professionellen Designer ersetzt PowerPoint 2007 zwar noch lange nicht, geübte Anwender können allerdings schneller zu besseren Gestaltungsresultaten kommen, als je zuvor. Wer sich nicht scheut, die Programmoberfläche neu zu erlernen und viel Wert auf Bild- und Grafiklastige Präsentationen legt, dem sei PowerPoint 2007 durchaus empfohlen.

Film ab! Multimedia läuf... PowerPoint 2010

PowerPoint 2010 Box Shot

Die Benutzeroberfläche von PowerPoint 2010 basiert auf jener der von PowerPoint 2007. Bilder und Grafiken können zukünftig mit Hilfe eines „Artistsic Effects“-Filters einfach und vielseitiger bearbeitet werden. Verschiedene Styles können auf ein Bild angewandt und zuvor durch einen Mouse-Over Effekt in einer Vorschau begutachtet werden. Erstmals wird es „pseudo“ 3-D Animationen bei Slide Transitions (Folienübergängen) und Objekt-Animation geben. Damit schließt Microsoft eine Defizitlücke im Animationsbereich zur Apple Konkurrenz „Keynote“.

Mit Aussicht auf die stätige Verschmelzung medialer Welten und Interaktionen stellen die neuen Video-Tools sicherlich das mächtigste Feature in PowerPoint 2010 dar. Filme sind nun innerhalb eines Slides mit einer Player-Funktion, etwa wie bei Youtube, ausgestattet. Womit PowerPoint 2007 bereits in der Bildbearbeitung punkten konnte ist nun erstmals auf Videos anwendbar: Filme können mit Style-Effekten, wie etwa einer (Echtzeit-) Spiegelung oder perspektivischer Verzerrung versehen werden. Zudem besteht die Möglichkeit, Filme zu kürzen oder bestimmte Ausschnitte zu zeigen. Integriert ein Anwender in PowerPoint 2010 nun ein eigenes Video, kann er dieses nicht nur direkt bearbeiten (u.a. Erscheinungsdesign & Filmlänge) sondern auch eine Aktion mit (in PowerPoint 2010) erstellten Objekten eingehen. So können z.B. Textblöcke zu bestimmten Filmabschnitten durch vorherige Kennzeichnung (Movie-Bookmarks) erscheinen und wieder verblassen.

In PowerPoint 2010 können Slides in Sektionen unterteilt, gruppiert und gekennzeichnet werden und dann mit verschiedenen Befehlen weiterbearbeitet werden. Es können beispielsweise 3 von 10 Slides in eine Sektion gefasst und dann gedruckt, per Email versendet oder einfach separat abgespeichert gespeichert werden. Durch die „Wow“- und „Cool“-Faktor-Funktionen besteht die Möglichkeit, eine ganze Präsentation in wenigen Sekunden im neuen Glanz erscheinen zu lassen. PowerPoint 2010 ist eine Mutlimediapräsentationssoftware die neue Maßstäbe setzt.

PowerPoint 2013: Touchscreens are welcome...

PowerPoint 2013 Box Shot

Mit PowerPoint 2013 setzt Microsoft weiterhin auf das seit PowerPoint 2007 bekannte „Ribbon“-Interface, erscheint aber mit einem leicht veränderten Look & Feel. Das an Windows 8 angelehnte Interface bietet erweiterte Darstellungsmöglichkeiten auf Tablets und Smartphones. Ganz neu: Auf touchfähigen Geräten können Sie jetzt ihre Präsentationen mit den klassischen Fingergesten navigieren.

Detailverbesserungen in der Handhabung erleichtern mittels automatischer Hilfslinien die Ausrichtung und Erstellung verschiedenster Folienobjekte.Neue Farb- und Formtools unterstützen bei der Erstellung und Farbgebung neuer Inhalte. Vorgefertigte Designs sind jetzt auch für Breitbildformate verfügbar.

Auch die erhöhte Akzeptanz der „Cloud“ hält in Powerpoint Einzug. Die direkte Unterstützung von Microsoft Skydrive zum Austausch der erstellten Präsentationen kann die Abstimmung mit dem Kunden vereinfachen.

Während der Präsentation bietet eine erweiterte Referentenansicht dem Vortragenden neue Möglichkeiten. So können die Foliennotizen für das Publikum unsichtbar auf dem eigenen Bildschirm angezeigt werden. Über eine Folienübersicht können dort einzelne Folien direkt angewählt und angezeigt werden. Verschiedene zusätzliche Tools wie eine Lupenfunktion, „MausLaserpointer“ und Markierungsmöglichkeiten können das Halten der Präsentation vereinfachen.

Mit PowerPoint 2013 geht Microsoft viele kleine Schritte die das exzellente Powerpoint 2010 noch weiter verbessern.

Die Zukunft von PowerPoint

Die Zukunft von PowerPoint

Trotz ernstzunehmender Konkurrenz wie Apple´s „Keynote“ (Mac), Open-Source Programmen wie etwa „Impress“ und kostenlosen Präsentationstools ala´ Google ist Microsofts PowerPoint die populärste Präsentationssoftware der Gegenwart. Laut einer Schätzung von Microsoft werden täglich etwa 30 Millionen Präsentationen mit PowerPoint weltweit erstellt. Warum ist PowerPoint nur so erfolgreich? Sicherlich profitiert Microsoft von seiner Monopolstellung. Durch geschickte Firmenaufkäufe und die Tatsache das man mittlerweile seit über einem Vierteljahrhundert im Marktsegment der Präsentationssoftware mitmischt, ergibt sich eine mächtige Mixtur aus strategischer Kompetenz und technischen Know-How. Hinzu kommt eine unangefochtene Marktdominanz seit den frühen 90er-Jahren und der daraus resultierende Verbreitungsgrad von PowerPoint. Was funktioniert, nicht sonderlich getoppt wird und in Kombination mit weit verbreiteten Windows-Paketen oftmals bereits enthalten ist, das hat auch weiterhin gute Aussichten auf ein bewährtes Dasein. 

Doch wie wird sich PowerPoint auch zukünftig so wacker schlagen? Womit kann der Markführer auch nachhaltig punkten? Wie kann er aus der Masse hervorstechen? Die Zukunft bleibt spannend – sobald neue Informationen zum Nachfolger durchsickern, können Sie sich hier informieren.


Nachdruck der Box Shots von Microsoft-Produkten mit freundlicher Erlaubnis der Microsoft Corporation.



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